ANNA GAMBURG • 29 • BERLIN

Medienwissenschaftlerin, Synchronsprecherin und Schauspielerin


Wisst ihr noch, diese Werbung von Edeka, wo die Frau dahinschmelzend nach dem Schokokuchen-Rezept fragt? Oder die eine oder andere Serie bei Netflix, bei der dieselbe Stimme zu hören ist? Diese klare melodische Stimme gehört Anna.

Die Erfolgsgeschichte von Anna begann an einem hannoverschen Sprachgymnasium. Nach dem Abi wollte sie einfach nur die Welt bereisen und ihre Sprachkenntnisse vertiefen. Mutig und naiv zugleich.
Gedacht – getan! Natürlich selbstfinanziert. Ein Jahr voller Reisen und sie war sich sicher, ein Studium in Newcastle ist das Richtige für sie. Allerdings konnte sie es sich nicht verkneifen, ganze zwei Auslandssemester in Frankreich und Spanien zu verbringen. Danach folgte Brasilien mit seinem schönen Portugiesisch und ein Praktikum in Sankt Petersburg.

Langsam wurde es Anna klar, dass es mit den studierten Medienwissenschaften nichts wird. Sie lies sich in Berlin nieder, fing bei einem Radio an und wurde ganz zufällig (das denkt sie zumindest) zu einer Moderatorin.

Heute leiht sie als Synchronsprecherin ihre Stimme Rollen in Kinofilmen, Fernsehserien, Hörspielen, Werbung und Computerspielen. Aber das nächste Ziel steht schon vor der Tür: Anna möchte schauspielern. Und wer weiß, vielleicht werden wir in paar Jahren den einen oder anderen Hollywood Film mit der offenen und mutigen Frau sehen, die sie ist. Auch wenn sie behauptet, sie verdanke das alles bloß ihrer Naivität.

  • WIR HABEN ANNA GEFRAGT

Auf was könntest Du in Deinem Leben nicht verzichten?

Auf`s Tanzen! Ich liebe so viele verschiedene Musikrichtungen und gehe super gern aus um zu Tanzen. Aber auch Tanzunterricht so wie Tango zum Beispiel liebe ich! Wenn ich richitg „In the Zone“ bin, dann ist Tanzen für mich sehr befreiend. Ich denke währenddessen über vieles nach, fälle Entscheidungen und fühle mich einfach unglaublich frei. Bewegung ist einfach total wichitg für mich und danach fühle ich mich immer sehr leicht.

Welchen Film muss man zwingend gesehen haben?

„Victoria“ von Sebastian Schipper. Der Film ist ein One-Take Film und es gab zwar ein grobes Skript, aber eigentlich ist der größte Teil (vor allem die Gespräche) improvisiert. Dadurch ist er unglaublich echt.

Wenn Du Dir eine übernatürliche Fähigkeit aussuchen könntest, was würdest du wählen?

Superpower. Wow, darüber hab ich noch nie wirklich nachgedacht, aber gerade ist mir etwas Cooles eingefallen. Ich würde gern Menschen (ohne dass ich sie kennen oder ihnen nahe stehen muss) Inceptions einsetzen können. Also quasi Ideen einpflanzen. Den Menschen, die sich nicht geliebt fühlen, den Gedanken von Sich-Gewährtschätzt-fühlen einsetzen. Menschen, die anderen Weh tun, den Gedanken von Mitgefühl geben und so weiter. Anstatt jemandem also etwas vorzuschreiben, sie Dinge von innen heraus verstehen zu lassen.

Welche Schwächen hast Du?

Ganz schlechtes Time Management. Ich packe mir meine Tage immer viel zu voll und stresse dann von einem Ort zum nächsten. Manchmal bin ich sehr naiv und glaube viel zu viel. Ich kann sehr chaotisch sein.

Was ist Dein nächster, wichtiger Schritt?

Mein Traum ist es, einen Pixarfilm als Originalstimme zu sprechen. Dafür muss ich auf den englischen Markt gehen. Ich fange gerade an die nächsten Schritte dafür zu planen.


ARMCANDYPOWER ARMBAND „ANNA“